Indonesien

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Candi Borobodur. Eine der 92 Dhyani Buddha Statuen in Borobodur, eines der grössten Monumente weltweit. (Zentral Java)
Candi Borobodur. Eine der 92 Dhyani Buddha Statuen in Borobodur, eines der grössten Monumente weltweit. (Zentral Java)

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Sprache

Bahasa Indonesia ist die Amtssprache in Indonesien und wurde 1945 offiziell eingeführt. Sie wird mittlerweile von etwa 162 Millionen Menschen gesprochen. Für 21 Millionen, von denen die meisten auf Java leben, ist es Erstsprache. Sie ist der Bahasa Malaisia sehr ähnlich. Die beiden Sprachversionen gelten als eine Einzelsprache und unterscheiden sich praktisch nur durch ihren Namen. Der Besuch einer Sprachschule erleichtert den Einstieg unheimlich. Dabei ist Geduld geboten - die Sprache ist nicht schwierig zu lernen aber braucht ein bisschen Eigwöhnungszeit. Nach ungefähr zwei Wochen kann man sich einigermassen ausdrücken und nach einem Monat sollte der Grundstein für eine fliessende Kommunikation gelegt sein. Ganz wichtig ist dabei, dass man gut aufpasst wie man im Alltag gesprochen wird, zumal sich das Vokabular und der Aufbau doch sehr vom Schulindoneisch unterscheidet.

[bearbeiten] Gesundheit

Die in den Küsten- und Flussebenen herrschende Hitze und die Luftfeuchtigkeit wirken ein wenig erschlaffend. Im allgemeinen gewöhnt sich aber ein gesunder Europäer nach Anfangsschwierigkeiten gut an das Klima. Krankheiten, vor denen sich Europäer am meisten hüten müssen sind Cholera, Typhus, Paratyphus, ysenterie (Ruhr), ansteckende Leberentzündung, Lungentuberkulose, Amöben, Geschlechtskrankheiten. Besonders in den Küstengegenden kommen wieder vermehrt Fälle von Malaria vor; Erkrankungen sind auch in der Umgebung von Jakarta bekannt geworden. Quelle: http://www.swissemigration.ch

[bearbeiten] Spitäler

In den wichtigeren Städten wurden die sanitären Verhältnisse ausreichend und es gibt einige sehr gut geführte Spitäler (oft mit christlichem Hintergrund)

[bearbeiten] Visumsbestimmungen Indonesien

Freiwille Arbeiter werden vermutlich mit dem "Social Visum" einreisen. Es ist bei Ausstellung in einer indonesischen Botschaft (z.B. Schweiz oder auch Singapur) 2 Monate lang gültig und kann dann 4x monatlich innerhalb Indonesiens verlängert werden. Eine offizielle Preisliste dafür gibt es allerdings nicht, was der Korruption Tür und Tor öffnet. Für die gleiche Verlängerung wurde bei ein und derselben Person mal 200 000 mal 800 000 Rp verlangt. Auch kann die Verlängerung nur in dem Kantor Immigrasi in der Nähe des Wohnortes des Sponsors ausgestellt werden und man muss sich persönlich darum bemühen.

[bearbeiten] Essen

Reis stellt natürlich das Grundnahrungsmittel dar und wird 3xpro Tag gegessen. Tropisches Gemüse und Obst gibt es das ganze Jahr zu mässigen Preisen. Verschiedene Fleischarten, Geflügel und Frischfisch sowie Schalentiere werden ausreichend angeboten. Fast alle Arten importierter Lebensmittel sind erhältlich, aber zu hohen Preisen.

[bearbeiten] Padang

"Masakan Padang" ist in Indonesien ein feststehender Begriff, stammt aus der moslemischen Küche und verwendet daher hauptsächlich Fisch, Tofu, Eier, Hühnchen und Rind. Als Basis dient selbstverstäntlich der Reis und dazu noch Gemüse und scharfes Sambal. Traditionell werden die ausgesuchten Speisen mit verschiedenen Soßen im Überfluss auf den Tisch gestellt oder aber mann kann selbst an einer Teke auswählen. Berechnet wird nur das, was gegessen wird.

[bearbeiten] Warung

Die Warung. Auch als Mitternachtsimbiss. (Bandung, West Java)
Die Warung. Auch als Mitternachtsimbiss. (Bandung, West Java)

Die Strassenküche ist die deutlich am weitesten verbreitete Variante. Entweder zum dort essen oder zum Mitnehmen werden unter den Zeltblachen herrliche Gerichte von Nasi Goreng bis zu gegrillter Ente alles zubereitet. Billige Preise und eine grosse Auswahl machen die Warung zu einem äusserst beliebten Ort. Hygienisch meist unbedenklich.

[bearbeiten] Kaki Lima

Heisst übersetzt "Fuss Fünf" und steht für eine fahrbare Kleinküche (dreibeinig), in der ein mobiler Koch (zwiebeinig) frische und lekere Gerichte vor der Haustüre zubereitet. Die Kakilima verkehren fast 24 Stunden und kündigen ihr Kommen in den Wohnquarieren mit einem eigenen Signalgeräusch an.

[bearbeiten] Öffentlicher Verkehr

[bearbeiten] Eisenbahn

Die Eisenbahn ist, nur auf Java in in Sumatra vorhanden, ein komfortables Fortbewegungsmittel. Auf Java gibt es grundsätzlich die Verbindung Jakarta - Surabaya entweder in der Südroute über Bandung - Yogyakarta - Solo nach oder die Nordroute über Cirebon - Semarang. Für die Langstreckenverbindungen gibt es drei Klassen; Eksekutif, Bisnis und Ekononomi. Die teuerste Klasse garantiert einen Sitzplatz, eine kleine Mahlzeit und ausserdem eine sehr leistungsstarke Klimaanlage. Buisness ist eigentlich auch problemlos fahrbar - nur eben etwas schwitziger und rauchiger, dafür friet man nicht. Ekonomi ist dazu noch sehr eng und meist stinkig. Um böse Überraschungen zu vermeiden sollten Tickets, je nach Reisezeit, im Voraus gekauft werden was man am Besten gleich in den Bahnhöfen tut. Im Vergleich zum Bus ist der Zug etwas teurer, dafür wenn vorhanden viel schneller und angenehmer.

[bearbeiten] Flugzeug

Natürlich die schnellste und praktischste Variante. Zahlreiche Verbindungen und Fluggesellschaften versuchen mit zum Teil wirklich sehr attraktiven Angeboten vor allem Einheimische in die Luft zu bringen. Nebst den vielen Regional-Airlines sind vor allem Garuda Indonesia, Merpati, Sryvijaya, Adam Air oder Lion Air zu nennen. Die Preise können stark varieren, je nach dem wann gebucht wird. Eine Woche vor Abflug ist in der Regel ein guter Zeitpunkt. Ein Ticket Jakarta-Makassar (Sulawesi) kostet beispielsweise zwischen CHF 60.- und 150.- (einfach). Subjektiv gesehen sind alle gennanten Fluggesellschaften sicher und relativ pünktlich.

[bearbeiten] Bus

Der Bus ist oft das einzig verfügbare Verkehrsmittel und natrlich im ganzen Spektrum an Qualität und Preis zu finden. Auf längeren Strecken sollte darauf geachtet werden, dass man eine direkte Verbindung und ein Fahrzeug mit nummerierten Sitzpläten erwischt. Sonst kann Busfahren Nerven- und Zeitraubend werden. Oft sind die riesengrossen Busterminals ausserhalb der Stadt, recht unübersichtlich und im Allegemeinen sehr belebt. Reservationen sind eher unüblich (ausser auf touristischen Linen). Vor der Reise unbedingt abklären, ab welchem Terminal die gewünschte Linie verkehrt. Manche Busse können selbstverständlich auch am Strassenrand bestiegen und verlassen werden. Kennt man sich in einer Stadt sehr gut aus, ist dies die bessere Variante.

[bearbeiten] Bemo/Angkot/Mirko

So viele Namen wie es für sie gibt, in so vielen Farben und Formen sind sie fast überall in Indonesien zu finden. Die Minibusse (kommt von Bejak-Motor) haben ihre fixe Routen innerhalb einer Stadt oder verkehren zwischen den Kampungs. Meist wird losgefahren, wenn das Fahrzeug voll ist. Richtig voll! Zu- und Abgestiegen kann überall werden. Oft gilt ein Fixpreis von CHF -.15 bis -.50, je nach Region und Linie, der beim Aussteigen bezahlt wird. In der Stadt ist der Bemo zwar ein sehr praktisches Fortbewegunsmittel steht in der Rush-Hour jedoch oft im Stau und ist lagsam. Dafür entwickeln sich immer interessante Gespräche, da kaum ein Weisser Bemo fährt.

[bearbeiten] Taxi

Taxis gibt es nur in den grossen Städten. Die Fahrer werden versuchen, mit Weissen einen überhöhten Pauschalpreis zu vereinbaren. Sofern ein Taxameter (Argo) vorhanden ist, sollte man auf dessen Benutzung bestehen. Zwischen Flughäfen und Stadt existieren meist sogenannte Coupon-Taxis, deren festgelegten (hohen) Preis man an einem Stand bezahlt und dann mit dem ausgehändigten Coupon die ins Taxi steigt.

[bearbeiten] Becak

Der Bejak ist der indonesische Halbbruder des indischen Rikshah - dem Fahrradtaxi. In den Städten ein sehr verbreitetes Fortbewegungsmittel. Je nach Region sind verschiedene Modelle und modische Einflüsse auf den Fahrzeugen zu finden. Bejaks transportieren 1-2 Personen zum Ziel nach Wahl. Der Preis ist selbstverständlich Verhandlungssache. Obwohl in nicht-tourisischen Gegenden das Anfangsangebot meist nicht so weit von der Realität entfernt ist. Die Tukan Bejak, die Bejakfahrer selbst, sind mancherorts eine sehr arme Gemeinde die kaum Aufträge finden und die sogar auf den Sesseln ihrer Fahrzeugen nächtigen müssen.

[bearbeiten] Indiviudualverkehr

[bearbeiten] Auto

Autofahren ist nicht für Jedermann. Erstens sind Autos in der Anschaffung ziemlich Teuer und zweitens im Stossverkehr langsam. Beiliebte Modelle sind der Kijang (Hirsch) der Kuda (Pferd) welche auch oft vermietet werden, und das praktischerweise gleich mit Chauffeur.

[bearbeiten] Motorrad

Parkplatz vor der Universität. Surabaya, Ost Java
Parkplatz vor der Universität. Surabaya, Ost Java

Das Motorrad ist das häufigste und praktischste Fortbewegungsmittel in Indonesien. Gefahren werden meist Bebeks (indonesisch für Ente). Diese 80-125 ccm stark motorisierten Stadtroller sind für zwei Personen ausgelegt und ermöglichen zügiges Vorankommen im Stadtverkehr. Es versteht sich, dass ein Bebek natürlich auch zum Transport der gesamtem Familie, eines Tieres, Fernsehers, usw... dient. Ein gut erhaltenes Honda-Standartmodell würde ab CHF 500.- seinen Besitzer wechseln.

[bearbeiten] Fahrrad

Fahrrad fahren ist grundsätzlich möglich. Oft sind, vorallem in der Stadt, die Distanzen jedoch zu gross und es gibt auf gutbefahrenen Strassen kaum Raum für Fahrräder. In Yogyakarta ist eine Stadt, in der das Fahrrad praktisch sein kann. Ein gut funktionierendes Second-hand Modell (Chinesisches Fabrikat) sollte nicht mehr als umgerechnet CHF 30.- kosten und gibt es auf einigen Märkten oder auf der Strasse zu kaufen.

[bearbeiten] Freizeit

 Der Volkssport wörtlich "Federn schlagen". (Bandung, West Java)
Der Volkssport wörtlich "Federn schlagen". (Bandung, West Java)
Wenn man sich ein wenig bemüht findet sich eine ganze Palette von Freizeitangeboten. Angefangen bei der Musik, die man zu Hause oder in Musikstudios mit Freunden speilen kann. Weiter gibt es viele Badminton- und Tischtennishallen, die meist von den RTs, also von den Quartieren, geführt werden. Sportlich kann man sich ebenfalls im Fitneszenternen oder Swimming-Pools betätigen. Auch wenn man dafür je nach Ort in ein Luxushotel muss.

[bearbeiten] Seiten von PEPs in Indonesien

Claudio

[bearbeiten] mission21 Abschlussberichte

Abschlussbericht von Claudio Zaugg

[bearbeiten] Siehe auch

Externe Links: http://nikswieweg.colibri-reisen.de/reisen/indones/indones.htm Sehr ausfürhliche und praktische Infoseite (nicht nur für Reisende)

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