Stephan Krähenbühl

Aus Wikipep

Wechseln zu: Navigation, Suche

Allgemeine Informationen

Stephan Krähenbühl ist seit Februar 2007 als Computerexperte an der Teofilo Kisanji Universität in einem Kurzeinsatz von sechs Monaten. Zusammen mit den Ökumenischen Mitarbeitenden von mission 21, Pia und Christian Moser, verbessert er die digitale Infrastruktur und verbindet die Universität mit dem World Wide Web - und damit zu Austausch mit anderen Institutionen und zu digitalem Lernen.

Informationen zum Projekt: Digitale theologische Ausbildung

Mbeya liegt im Suedwesten Tansanias und ist eine der vier groessten Staedte des Landes


Gästebuch Stephan

Freue mich ueber alle Rueckmeldungen, Aufforderungen, Mitleid...;-) Gibt es etwas, was Euch interessiert? Lasst es mich wissen!


Links


Tagebuch


30.7.2007

News: Bike verkauft (fast verschenkt). Fuehle mich elend nackt, so ohne Mountainbike. Eine Notsituation. Markus...falls Du also demnaechst mit mir biken gehen willst, musst Du das Rotwild als Testbike organisieren ;-)

Abschied: Faellt schwer. War ja nicht anders zu erwarten. Vor allem der Abschied von Sharmala und ihren Jungs ist schwergefallen. Auch der Abschied von Kissa und Abel, welche bei Pia und Christian gearbeitet haben, war nicht leicht. Die paar "Ferientage" zwischen Mbeya und der Schweiz haben geholfen, die erste Abschiedswelle runter zu schlucken. Verdaut ist noch nichts ;-) Nach einer spannenden, 22 stuendigen Zugfahrt von Mbeya nach Dar es Salaam haben Claudia und ich uns von Pia und Christian Moser verabschieded. Danach ging es noch einmal fuer ein paar Tage nach Zanzibar. Diesmal an die Nordkueste nach Nungwi. Dieser Ort ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Nebst vielen Bars und Beizli gibt es aber vor allem super tollen Fisch und Meeresfruechte zu essen. Das Meer und die Straende sind schoen, jedoch nicht so endlos lang und verlassen wie an der Ostkueste. Ja.....jetzt sitze ich in Stonetown in einem Internetcafe nachdem ich ein paar alte Lastwagenreifen, welche zu Strandlatschen verarbeitet wurden, erstanden habe. Bald gehts mit der Faehre zurueck nach Dar es Salaam und dann mit dem Flugi in die Schweiz, wo ich dann planmaessig um 6.35 ankommen werde.... Herzlichen Dank an alle, die mich waehrend der letzten sechs Monaten unterstuetzt haben. Sei es mit Nachrichten aus der Schweiz versorgen, als Beistand oder als Unterstuetzung fuer die "Wiedereingliederung".


20.7.2007

Jetzt wurden auch die letzten Zahlungen ausgefuehrt. Unserem Hauptlieferanten waren wir noch 6 Mio. TShs schuldig. Das sind umgerechnet 6'000 CHF. Wenn man bedenkt, dass die "groesste" Note einen Wert von 10'000 TShs, also 10 CHF, hat, ist das buchstaeblich einen Haufen Geld! Ich musste aber sehr schnell feststellen, dass die Tansanier sehr geschickt sind, was das Geldzaehlen anbelangt. Hat mich fasziniert. Dann habe ich noch das letzte Notebook uebergeben, welches ich aus der Schweiz geschenkt bekommen habe. Ganz bedaechtig haben der Student und ich das Geraet in Betrieb genommen. Die meiste Zeit brauchten wir fuer die Definition und die Eingabe eines Passwortes. Passworter oder Geheimnummern brauchen die Menschen hier sonst nicht. Aber es macht Spass die Begeisterung und dann auch den Stolz des neuen Eigentuemers zu beobachten.


19.7.2007

Eine freudige Nachricht! Mindestens muendlich bin ich ab 1.8.2007 stolzer Mieter einer kleinen 3 Zimmerwohnung im Herzen Luzerns! Zuegeltermin steht noch nicht definitv fest. Definitiv fest steht aber, dass ich beim Zuegeln auf Hilfe angewiesen bin ;-) Limi, herzlichen Dank fuer Deine Bemuehungen, mir so eine tolle Wohnung zu besorgen! Freue mich auf gemuetliche Abende mit vielen Besuchern!


17.7.2007

Jetzt bin ich doch noch dazu gekommen, einige Bilder ins Internet zu stellen. Hier geht es drunter und drueber. Man hat das Gefuehl, alles sei in Aufbruchstimmung. Im Wesentlichen sind es Pia, Christian und ich, die in Aufbruchstimmung sind. Fuer mich ist die letzte Arbeitswoche angebrochen und es ist noch allerhand zu erledigen....

Davor waren Sharmala, Claudia und ich in Matema, wo wir zwei schoene Tage am "Meer" verbracht haben. Die Wellen waren so hoch wie an der Atlantikkueste in Frankreich. Wenn man bei diesem Anblick jedoch bedenkt, dass man sich 1200 km im Landesinnern aufhaelt, bleibt einem nur noch das Kopfschuetteln.


13.7.2007

Das 2te Computerlabor ist bald installiert. Diese Woche haben wir 60 gebrauchte Computer getestet. Zudem haben wir auf dem Server eine Druckermanagement-Software installiert, die es erlaubt, die Benuetzung der Drucker in Rechnung zu stellen. Mal schauen, ob das die zukuenftigen IT-Administratoren auch verstehen. Die Menschen hier haben groesste Muehe im Selbststudium etwas zu lernen. Viele Leute clicken einfach hin und her und lesen nicht einmal was sich eben per Mausclick bestaetigt haben. Somit ist die Einarbeitung in eine neue Software eine wahre Herausforderung. Privat habe ich mich mittlerweile entschlossen in Luzern eine Bleibe zu suchen. Stephan Limacher hat sich anerboten, mir dabei zu helfen. Vielen herzlichen Dank. Da er ja in Luzern wohnt, habe ich dieses Angebot dankend angenommen ;-)


11.7.2007

Soviel los wie in den letzten Tagen war hier an der Uni noch nie. Am Montag, konnte ich, wie Ihr schon festgestellt habt, den breiteren Breitbandanschluss in Betrieb nehmen. Am Dienstag durfte ich dann drei Leute schulen. Es war der Tag auf den ich schon lange gewartet habe. Ich hoffe sehr, dass es auch fruchten wird. Die Uni hat aus Europa in der letzten Woche 50 gebrauchte Computer erhalten. Der Elektriker arbeitet nun fast Tag und Nacht (auch Sonntags) um die Arbeiten fuer die zusaetzlichen Computerraeumlichkeiten voranzutreiben. Er hat wohl gemerkt, dass die Finanzlage nach meiner Rueckkehr wohl eher unsicherer sein wird ;-) Natuerlich mache ich mir in der letzten Zeit Gedanken uber meine zukuenftige Bleibe in der Schweiz. von Landis & Gyr habe ich auch schon erfahren, dass viel viel Arbeit auf mich wartet. Insofern bin ich ueber die momentanen "Schweizverhaeltnisse" bei der Arbeit nicht ungluecklich.


10.7.2007

So....jetzt habe ich endlich wieder Internet und ich kann Euch die versprochenen Bilder nachliefern.

4.7.2007

Ich werde selbstverstaendlich Bilder nachliefern!!! Keine Angst. Zudem gibt es im Text bestimmt Schreibfehler. Vor allem bei den tansanischen Woertern bin ich mir nicht so sicher ;-)


3.7.2007

Ja.....der Grund fuer meine lange Schreibabstinenz waren wunderschoene Ferien im Westen Tansaniens. Zusammen mit Sharmala und Sandra habe ich neun abenteuerreiche Tage erlebt. Geplant waren mehrere Busfahrten, eine Zug- und eine Schifffahrt und das ganze ohne Reservationen. Das Reservieren hier in diesem Land ist sowieso sehr aufwaendig und teilweise gar nicht moeglich. Also recht abwechslungsreich und spannend. Losgegangen ist es am Freitag, 22.Juni um 5.30 Uhr mit einer 14 stuendigen Busfahrt nach Dodoma, die Hauptstadt Tansanias. Abgesehen vom Status einer Hauptstadt hat Dodoma nichts besonders. Sehenswert sind allerhoechstens die Regierungsgebaeude, die man aber eh nicht fotografieren darf. Dir Reise nach Dodoma haben wir nur unternommen, um moeglichst angenehm nach Kigoma zu kommen. Kigoma erreicht man am besten mit dem Zug via Tabora (24h). Am Samstag am Bahnhof erfuhren wir dann, dass der Zug einen Tag Verspaetung hat. Viel schlimmer war jodoch die Nachricht, dass dieser Zug schon komplett ausgebucht war. Tickets in 1. und 2. Klasse sind erst fuer die Fahrt vom 7.Juli wieder erhaeltlich. Tickets fuer die 3.Klasse am 4.Juli. So lange wollten wir dann auch wieder nicht warten……Fluege zwischen Dodoma und Kigoma gibt es nicht. Wir haetten fuer 1800 US $ ein Flugzeug chartern koennen, was aber fuer uns nicht in Frage kam ;-) So haben wir uns fuer eine abenteuerliche Busfahrt nach Kigoma entschieden. Wenn man nun die Landkarte betrachtet, sieht man schnell, dass die Hafenstadt Kigoma eigentlich nur via Schiff und Zug erreichbar ist. Alle Strassen die nach Kigoma fuehren sind im schlechten Zustand und teilweise gefaehrlich, da es im Grenzbereich zu Ruanda haeufig zu Ueberfaellen kommt. Um 14.30 Uhr am gleichen Tag gings dann los. Wir bestiegen einen hellblauen Bus und quetschten uns zwischen die eh schon eng bestuhlten Sitzreichen (5 Sitze in einer Reihe). Gesetzt haben wir uns auf ausgediente Fettkuebeln im Gang. Die Fahrt war alles andere als angenehm. Um 21 Uhr war dann Schluss! Dies ein wenig unvermittelt ;-) So haben wir dann die Nacht, oder mindestens die halbe Nacht auf dem Busbahnhof in Singida verbracht. Das konnte ja heiter werden, haben wir uns gedacht. Die Busbahnhoefe sind so ziemlich die schliemmsten Ecken aller Staedte. Dort treiben sich allerlei Gestalten rum. Wir hatten jedoch eine super Zeit. Wir haben herausgefunden, dass man diese Gestalten in verschiedene Kategorien einteilen kann. Einige kauen auf Wurzeln rum, die einem offenbar ein High-Gefuehl geben, andere trinken Konyagi (lokaler Gin) aus Plastiktueten. Da ich auch einmal Alkohol aus Plastiktueten probieren wollte, habe ichmich der zweiten Kategorie angeschlossen ;-) Sandra hat mich dabei tatkraeftig unterstuezt. Waehrend Stunden haben wir dann die beiden Kategorien charakterisiert und ueber ihre Eigenheiten gewitzelt. Die Eigenheiten, die besonders im alkoholisierten Zustand in den Vordergrund treten, sind die kleinen Anpassungen der Sprache, ueber die man sich richtig amusieren kann: 1. Tansanier koennen oft die Buchstaben L und R nicht voneinander unterscheiden und verwenden diese gerade so wie sie kommen. 2. Silben, die ohne Vokal aufhoeren, sind fuer die meisten Leute hier sehr schwierig auszusprechen. In einem solchen Fall wird kurzerhand ein Vokal hinzugedichtet. Zwei Beispiele, die mich jetzt noch zum Lachen bringen: Kreisel (Strassenverkehr) heisst uebersetzt Kiplefti. Gemaess 1. sage ich immer Kipilefti, da ich ja auch ein Tansanier sein moechte und mich ja schliesslich entsprechend ausdruecken moechte ;-) Ich wurde dann in dieser Nacht darauf hingewiesen, dass es nicht Kipilefti heisst, sondern Kiprefti. Wir konnten uns fast nicht mehr halten vor lachen. Die groesste Stadt in Tansania ist ja Dar es Salaam. Wir wurden darauf hingewiesen, dass die Stadt nicht Dar es Salaam, sondern Dar es Salaamu genannt wird. Der Junge Mann gab sich aber sehr hartnaeckig, als wir auf Dar es Salaam beharrt haben. So hat er es fuer uns noch mindestens drei mal gaaaanz laaangsam ausgesprochen: Daaaar eeees Saaaaalaaaaamu! Das u am Ende von Saaaaalaaaaamu wurde dabei kann knapp aber laut ausgesprochen! Das ganze hat in einem kleinen Bookingoffice einer Busagentur stattgefunden. Um 3 Uhr morgens bekamen Sandra und ich Hunger. So haben wir uns auf die Suche nach Chips-Mayai gemacht. Chips-Mayai besteht aus Kartoffelschnitzen und Ei und ist das eigentliche Fastfood-Gericht Tansanias. Die Kartoffelschnitze werden vorgaengig fritiert. Nach “Bestellungseingang” werden diese Schnitze mit zwei Eiern vermischt und in einer heissten Bratpfanne ueber dem Feuer gebraten (fast wie eine Omelette). Serviert wird dieses Gericht meisst im Plastiksack oder in Zeitungspapier. Das Salz erhaelt man in einer Papierecke eingewickelt. Gegessen wird entweder mit einem Zahnstocher oder mit den Haenden. Leider bekamen wir an allen Feuerstellen das abweisende “Hamna” zu hoeren, was natuerlich zu weiterfuerenden Diskussionen fuehrte: Es sei schliesslich mitten in der Nacht (9 Uhr tansanische Zeit), wobei wir entgegenhielten, es sei 3 Uhr morgens (englische Zeit). Der Tansanische Tag beginnt naemlich um 6 Uhr morgens, bei Daemmerung. Fuer uns Europaeer 7 Uhr ist fuer die Tansaniaer 1 Uhr morgens. Fuer uns 19.00 Uhr abends ist fuer die Tansanier 1 Uhr abends. Das fuert immer wieder zu amuesanten Verwirrungen…. So bestiegen wir um 3.30 Uhr mit nuechternem Magen und nicht mehr ganz nuechternem Kopf den Bus, worauf ich sofort in den Schlaf fiel. Sharmala hatte auf den holprigen Strassen zeitweise das Gefuehl, mein Kopf falle bald ab ;-). Eine Stunde spaeter war dann wieder einmal Schluss. Die Polizei hatte uns angehalten, noch eine Stunde zu warten, da es um diese Uhrzeit immer noch zu gefaehrlich sei. Um 13 Uhr erreichten wir dann schliesslich Kahama, eine wuestenartige Staubstadt mit auffallend vielen Velotaxis (stabile chinesische Fahrraeder mit gut gepolstertem Packtraeger). In Dodoma wurde uns eine 3 stuendige Weiterfahrt am gleichen Tag versprochen. Es stellt sich jedoch raus, dass es eher eine taegige Fahrt sein wuerde. So haben wir uns in einem Hotel niedergelassen und uns ein wenig ausgeruht. Am Montag frueh um 6 Uhr gings dann weiter. Der Bus sah eher wie ein U-Boot aus, teilweise abgerundete Scheiben und ueberrall wo man hinschaut, Riffelblech. Die Sitzgelegenheiten erinnerten eher an einen uralten Schulbuss, eng platzierte Sitzbaenke. Die Schiebefenster gingen auf den holprigen Strassen dauernd auf, weil die Schliessvorriechtungen nicht (mehr) vorhanden waren. Nach 13 stuendiger Fahrt auf tansanias gefaehrlichster Strasse, vorbei an zahlreichen Fluechtlingslagern, erreichten wir schlussendlich Kigoma am Lake Tanganyika. Ja…..das war die erste Etappe der Reise. Am Dienstag haben wir dann kurzerhand ein Boot zum Gombe Stream N.P gechartert. Der kleinste Nationalpark Tansanias ist nur zu Fuss oder auf dem Seeweg erreichbar. Die Fahrt dauerte eineinhalb Stunden und war sehr schoen. Sie gab einen guten Vorgeschmack auf unsere noch bevorstehende Fahrt an die Suedspitze des Sees. Der Parkeingang war dann ein schoener Bootssteg, wo wir dann auch schon von gierigen Pavianen begruesst wurden. Es ist nicht nur der kleinste, sondern auch der teuerste Nationalpark. Fuer Touristen, wie ich es einer bin, kostet es 100 US $ pro 24h! Nach kurzem Bezug unserer Unterkunft haben wir uns dann auf die Chimpansen-Pirsch gemacht. Nicht selbstverstaendlich haben wir dann schon nach 10 Minuten die ersten Chimpansen gesehen. Es war wirklich eindruecklich, diesen Tieren zuzuschauen. m Mittwoch morgen unternahmen wir eine kurze Wanderung zum Jane's Peak. Von da hatten wir einen wunderschoenen Ausblick auf den See. Danach bekamen wir noch einmal Chimpansen zu Gesicht und konnten sie aus einer Distanz von 5m betrachten. Gegen Mittag fuhren wir dann wieder zurueck nach Kigoma, wo wir um 15 Uhr die MV Liemba bestiegen. Dieses 1913 in Deutschland erbaute Schiff wurde 1916 von den Deutschen versenkt, um es vor dem Feind zu bewahren. 1924 wurde das Schiff dann von den Briten geborgen und Instand gestellt. Das Schiff dient gleichermassen als Frachter und als Passagierschiff und faehrt auf dem Tanganyikasee von Kigoma bis nach Zambia. Dieser See ist mit 677km uebrigens der laengste Suesswassersee der Welt. Waehrend der etwa 40 stuendigen Fahrt werden gut 20 Doerfer angefahren, wobei nur drei Orte eine Anlegestelle haben. Bei den anderen Zwischenstationen wird auf offenem See kurz angehalten, damit Passagiere zu- und absteigen koennen. Das ganze ist noch viel spannender als bei der ohnehin spannenden Busfahren in Tansania. Wir hatten einen Riesenspass das Treiben auf und neben dem Boot zu beobachten. Am Freitag um 7.30 Uhr, also gerade nach dem Sonnenaufgang, erreichten wir Kasanga, der letzte Hafen vor Zambia. Von dort hatten wir "direkten Anschluss" nach Sumbawanga. Die Fahrt dorhin war alles andere als angenehm, da die Strasse sehr schlecht war und ich mehrere Stunden stehen musste. Die Weiterfahrt am Samstag war hingegen nicht spektakulaer. Wir hatten alle langsam genug vom Busfahren. So sind wir nach neun Tagen wieder gut in Mbeya angekommen. Es war eine super Reise, auch wenn es mit der Zugsfahrt nicht geklappt hatte.


18.6.2007

So....jetzt habe ich wieder etwas zum schreiben, denn heute war wieder einmal viel los. Bin um 6.30 Uhr aufgestanden und habe draussen 6 Grad Celsius gemessen. In der Wohung drin waren es hoechstens 16 Grad. Toent nicht gerade nach Afrika oder ;-) Da es hier keine Isolation gibt, die Fenster eigentlich nicht richtig dicht sind, wird es auch unter der Decke kuehl, vor allem wenn man alleine schlafen muss ;-) Um 7.30 Uhr bin ich dann ins Buero und habe mal alle Computer angelassen, damit es moeglichst bald warm wird. Danach habe ich mich mit Pia Moser getroffen um die IT Angelegenheiten an der TEKU zu besprechen. Was in den vergangenen Tagen los war und ich diese Woche gedenke anzupacken. Vom Buchhalter und von der Kassiererin sollte ich dann abgeholt werden, um in der Stadt zu TTCL zu gehen (Internetanbieter). Dies fand mit ein wenig Verspaetung dann auch statt. Zuerst mussten die beiden auf der Bank Geld holen. Es war fuer sie selbstverstaendlich, dass ich draussen im Auto auf sie warten wuerde. Aufgrund meiner langmonatigen Tansaniaerfahrung wusste ich, dass Bankgeschaefte selten unter einer Stunde zu erledigen sind, auch wenn es nur darum geht, Geld zu holen. So machte ich mich auf den Weg, unsere Lieferanten in der Stadt zu besuchen umd Bestellungen auszuloesen. Danach bin ich noch zur Busstation gelaufen, um die Bustickets fuer kommenden Freitag zu kaufen. Dann hat mich der Leiter der Uni (Rev. Nguvumali) angerufen, sie haetten an der Uni ein dringendes Problem mit dem Drucker. Er hat mich dann auch persoehnlich in der Stadt abgeholt und zurueck an die Uni gefahren. Natuerlich musste zwischendrin noch Benzin getankt werden! Das Problem war dann nach 10 min. behoben, worauf er mich wieder zurueck in die Stadt gefahren hatte, da der Buchhalter und die Kassiererin zwischenzeitlich auf mich warteten.... Wir haben es dann bei TTCL doch noch geschafft, uns fuer den breiteren Breitbandanschluss anzumelden. Dieser Anschluss kostet umgerechnet CHF 360 pro Monat. Bin mal sehr gespannt, ob der Service stimmt. Wenn Ihr Euch aber nun vorstellt, dass die Uni ab jetzt monatlich eine Rechnung kriegt, dann taeuscht Ihr Euch. Hier ist alles gegen Vorauszahulung.

Es wird folgendermassen ablaufen: 1. Nach einem Monat wird das Internet "ganz ploetzlich" nicht mehr gehen. 2. Dann finden Diskussionen statt, woher man Geld fuer den naechsten Monat nimmt. 3. Danach geht man auf die Bank um Geld zu holen (dauert erfahrungsgemaess eine Weile) 4. Geht mit dem Geld zur TTCL 5. Dann kriegt man bei TTCL eine Rubbelkarte (Voucher) im Wert von umgerechnet CHF 360 6. Diese Rubbelkarte gibt man dann der IT-Administration, die die Zahlen freirubbelt und im Webportal dann eingiebt.

Ist doch ganz spannend oder? Man muss aber sagen, dass das System mit den Rubbelkarten sehr gut funktioniert. Die Karten fuer die Mobiltelefone kriegt man ueberall (0.50 CHF bis 10 CHF).

So ging der Tag vorbei und ich "musste" micht mit zwei Mandasi (fritierter Hefeteig) zum Mittagessen zufrieden geben ;-)


13.6.2007

Hier an der TEKU, oder besser gesagt in meinem Buero, ist viel los. Hat natuerlich damit zu tun, dass es bis zu meiner Heimreise "nur" noch 7 Wochen sind. In diesen Wochen muss noch viel erledigt werden. Vor allem die Uebergabe an Furaha (die Netzwerkadministratorin) sollte stattfinden. Leider ist sie vor 2 Wochen stark erkrankt und kam seither nicht zur Arbeit. Wir arbeiten an einer Loesung. Ich bin guter Dinge, dass das Netzwerk auch nach meiner Rueckkehr funktioniert. Mittlerweile ist auch der Koffer mit alten Kinderkleidern, Notebooks, USB-Sticks und alten Volleybaellen angekommen. Herzlichen Dank an alle, welche in gefuellt haben ;-) Fotos von der Verteilung werde ich natuerlich noch machen. Bis zum Ende meines Einsatzes werde ich ungefaehr 40 USB-Sticks unter die Studenten und Mitarbeiter gebracht haben ;-) Eine stolze Summe. Diese Dinger sind in Dar es Salaam im guenstigsten Fall doppelt so teuer wie in der Schweiz. Der Preisunterschied zwischen Dar es Salaam und Mbeya liegt betraegt dann noch einmal 100%. Dies betrifft nich nur USB-Sticks sondern auch andere Computerartikel. Ansonsten freue ich mich schon ein wenig auf die Schweiz. Hier ist es um 18.30 Uhr bereits kalt und dunkel. Das steigert natuerlich die Vorfreude auf schoene Grillabende am See oder im Garten ;-)


3.6.2007

Letzte Woche bin ich gut vorangekommen. Habe mich mit Active Directory (Windows 2003 Server) rumgeschlagen und so einiges ausprobiert. Da dies auch ein wenig neu fuer mich ist, ist das noch ganz spannend, so das die Zeit wie im Flug vergeht. Zusatzlizenzen fuer Windows und ein Antivirusprogramm habe ich mit unserem "Hofliefernaten" in Nairobi bestellt. Diese "Vor Ort Abklaerungen" bezueglich Verfuegbarkeit und Preis beanspruchen einen grossen Teil meiner Zeit. Andere Organisationen (USA) bestellen alles im Heimatland und lassen dies dann auch von dort liefern, was meines Erachtens nicht nachhaltig genug ist. So kommt Mbeya und Tansania als Ganzes nicht unbedingt weiter. Zudem sind Ersatz und Ausbaumoeglichkeiten so sehr stark von der Organisation abhaengig. Ja....so hat halt eben jeder seine Arbeitsweise. Manchmal habe ich schon das Gefuehl, ich mache es mir dadurch kuenstlich schwer. Anderseits sehe ich aber auch, wieviel unser "Hoflieferant" dabei lernt. Es toent sicher komisch, aber in Mbeya gibt es fast keine Leute, die Originalsoftware beschaffen koennen. Auch sonst ist in den letzten Tagen viel los. Sandra, meine Chefin von mission21, ist angekommen. Es ist eine Ehre fuer mich, sie in meinen vier Waenden beherrbergen zu duerfen. Diese ehrenvolle Aufgabe konnte ich natuerlich nicht ohne die weit herum bekannte Gastfreundschaft von Pia und Christian Moser bewaeltigen. So hatten wir heute zum Beispiel ein richtiges mission21 Zmorge mit der bestimmt besten Zoepfe von ganz Tansania. Das feine Zmorge hatten wir uns der anstrengenden gestrigen Wanderung aber auch verdient.

Bilder stammen alle von Pia oder Christian Moser


28.5.2007

Ja...ich weiss, schon lange nichts mehr geschrieben. Das hat aber seine Gruende...;-) Seit letztem Freitag morgen ging das Internet hier im Serverraum nicht (mehr). Das "aufgeladene" Geld war alle. Musste zuerst also Guthaben besorgen. Am Samstag habe ich wieder einmal eine Reise in den Urwald unternommen. War wieder mit Sharmala und den Jungs unterwegs, wie Ihr den Bildern entnehmen koennt. Wir haben zwei drei Wasserfaelle besucht und sind dann auf einer ziemlich ueblen Strasse zurueck nach Mbeya gefahren. Am Sonntag habe ich einen englischen Gottesdienst in der Stadt besucht und habe dann den Nachmittag mit lesen verbracht. Es wird uebrigens ganz schoen kuehl hier....Heit mittag war noch gerade 16 Grad! Also nichts mit dem heissen Afrika;-) Auch mit der Arbeit komme ich voran. Der Server laeuft und auch die originale Software und Zusatzlizenzen haben sich in Nairobi auftreiben lassen. Ja....meine Schwester heiratet im Juni und ich habe mich entschlossen ihnen als Geschenk einen Anzug schneidern zu lassen. War also eine Riesengaudi in der Schneiderei. Wie alle Tansanier haben auch die Schneider Probleme mit umrechnen (von Inch in Zentimeter und umgekehrt). Dass meine Schwester nicht einfach so, schnell fuer die Massnahme vorbeikommen konnte, stellte sie vor eine fast unueberwindbare Aufgabe! Mal schauen, ob das was wird ;-) Zuerst muss ich noch Stoff kaufen gehen.


22.5.2007

Heute gab es Kiti Moto zu Mittag. Woertlich uebersetzt heisst das Stuhl Feuer....Also Feuerstuhl. Musste dabe grinsen und an Dani denken, da es in der Schweiz eine andere Bedeutung hat ;-) Es sind in Ingwer gebratene Schweinefleischwuerfel und schmecken vorzueglich. Dazu gab es Kochbananen an einer Tomaten/Zwiebelsauce. Die Kochbananen schmecken fast wie Kartoffeln. Pia und Christian haben daraus sogar schon mal koestlichen Bananensalat gemacht. Toent komisch, schmeckt aber fast wie Kartoffelsalat ;-) Als weitere Beilage gab es, wie fast jeden Tag, suesse Bananen und Avocados. Beides waechst bei Pia und Christian im Garten. Der Avocadobaum ist sehr gross und traegt viele Fruechte. Die fast reifen Avocados fallen dann ohne Warnung runter....wehe man steht darunter!

Hier wird es langsam kuehl. Heute ist es bewoelkt und schaetzungsweise um die 23 Grad warm oder kuehl. "Dafuer" so richtig staubig, da es in Mbeya eigentlich nicht mehr regnent.


21.5.2007

Ich habe ein schoenes Wochenende hinter mir. Am Freitag bin ich nach dem Mittagessen mit dem Bike zu Sandra nach Lutengano gefahren (schon das zweite mal ;-). Diesmal nicht um Lutengano zu erkunden, sondern als Zwischenstop auf dem Weg nach Matema. Am Samstag bin ich dann von Lutengano nach Matema gefahren. Waehrend den ersten 45km ging es meist bergab und auf asphaltierter Strasse. Die restlichen 45km mussten auf einer groben Schotterstrasse zurueckgelegt werden. Ich mag ja ungeteerte Strassen sehr....doch nach 45km in der Ebene sehnt man sich nach einer "kleinen ;-)" Abfahrt. Matema liegt am Ende der Welt. Dort wo die Schotterstrasse aufhoert und der See und die Berge beginnen. Fast wie auf Zanzibar, nur guenstiger und ohne Touristen. Wirklich eine Oase. Im Nyasa-See (Malawi-See) kann man wunderbar baden und schwimmen. Das Wasser ist so warm wie am Indischen Ozean. Dort bin ich dann am Mittag angekommen und habe mich dann gemuetlich an den Strand gelegt. Pia und Christian Moser sind bereits am Donnerstag nach Matema gefahren. Sie haben sich freundlicherweise anerboten, mich und das Bike am Sonntag mit nach Mbeya zu nehmen. Auch diese Fahrt habe ich sehr geschaetzt.

Unter einem Hotel mit dem Namen "Lake Shore Resort" stellt man sich sicher etwas extravagantes vor....Es sind gut erhaltene Zimmer (ca. 15), teils zweistoeckig mit drei Betten und Dusche/WC. Alle direkt am Strand mit Meersicht. Kosten zwischen CHF15.- und CHF25.- das Zimmer. Essen kommt da noch dazu. Essen muss man vorbestellen, welches dann aber vorzueglich zubereitet wird. Konfituere, Kaffee, Margarine nimmt man in der Nebensaision am besten selber mit..... Es war also wirklich ein schoenes Wochenende. Danke Pia und Christian fuer die Tolle Organisation und das Lifti zurueck nach Mbeya ;-)


Strom habe ich uebrigens seit Donnerstag Abend wieder ;-)



16.5.2007

Der gestrige Tag wird nicht in meine tansanische Geschichte eingehen. Die Lieferung der Software verzoegert sich um eine weitere Woche! Zusammen mit dem Kassier, dem Assistenten und meiner Arbeitskollegin bin ich zur TANESCO (Energieverteiler in Tansania) und TTCL (Internet) gegangen. Vielfach wird man hier mit "ja ja wir machen...." abgestempelt, sodass man mit eher aelteren Herren mehr Druck erzeugen kann. Aeltere Menschen haben hier ein hohes Ansehen und werden haeufig Shikamoo Mzee begruesst, was woertlich uebersetzt: Ich liege dir zu Fuessen weiser Mann. Bei TANESCO wollten wir uns ueber die schlechte Energieversorgung hier auf dem Campus beschweren. Die Spannung schwankt zwischen 170 und 210V. Bei TTCL haben wir uns ueber die magere Downloadrate von 50 kbit\s beschwert. Mal schauen, ob diese Besuche etwas bewirken. Ja....als ich dann gegen Abend nach Hause gekommen bin, musste ich feststellen, dass TANESCO die Hauptsicherung meiner Wohnung entfernt hatte. Offenbar hat der Empfaenger der Energierechnung, diese nicht bezahlt. Eigentlich sollte ich die elektrische Energie selber bezahlen....aber wenn ich nie eine Rechnung kriege??!! Ich vermute die Rechnung liegt irgendwo bei der Leitung der Uni. Sie klaeren auf jeden Fall ab, wie weiter vorzugehen ist. Nach einigen Abklaerungen bin ich dann noch zum lokalen Elektriker gefahren und habe mir eine neue Sicherung gekauft;-) Man muss sich eben zu helfen wissen. Darf einfach nicht vergessen, diese jeweils vor dem Verlassen des Hauses zu entfernen. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich "offiziell" wieder Strom habe. Ich lasse es Euch wissen ;-)


14.5.2007

Ja....das Wochenende ist vorueber und ich sitze wieder im Buero. Am Samstag bin ich mit Sharmala's Jungs auf den MBeya Peak gelaufen und am Sonntag war ich zu einer Taufe eingeladen. Verbrachte also ein Wochenende in der Umgebung. Die Wanderung mit den vier halbwaisen Jungs war ganz unterhaltsam.

Steven, ein hollaendischer Lehrer einer Missionarsfamilie und Sandra Arnold (PEP aus Lutengano) kamen auch mit. So waren wir eine tolle Truppe. Die Taufe am Sonntag begann mit einem Gottesdienst. Wie immer, dauern die Gottesdienste in etwa zwei Stunden. Da ich nicht so viel verstehe, schaue ich meist in die Runde, was immer ganz spannend ist. Das Singen klappt aber schon ganz gut ;-) Die informelle Tauffeier am Nachmittag fand dann im Elternhaus statt. Auch wenn das Haus noch nicht ganz fertig ist, war es schoen hergerichtet worden. Nach einem Eroeffnungswort gab es dann fuer alle Essen. Dann kam die Rede des Ehrengastes. Anschliessend wurden die Geschenke uebergegeben, meistens Bargeld. Wie dieses Bild zeigt, sind aber auch Huehner ein schoenes und willkommenes Geschenk ;-)

Die vielen Eindruecke machten natuerlich dann auch muede, sodass ich am Abend frueh zu bett ging. Die Tage hier werden zudem kuehler. Am Morgen und am Abend braucht man Socken und einen Pullover....dafuer regnet es nicht mehr....;-)


11.5.2007

Heute war viel los im Buero. Zudem ist heute der offizielle Start der Trockenzeit (Staubzeit). Das haben wir dann auch zum Anlass genommen, alle Ritzen im Serverraum abzudichten! Dass dies zufaellig am offiziellen Ende der Regenzeit stattfinden wuerde, war natuerlich Zufall. Geplant war das schon seit zwei Wochen. Die Fenster hier werden "Handgelenk mal pi" geschweisst und eingemauert. So sind sie dann auch nie dicht und schliessen teilweise auch nicht richtig. Um die ganze Angelegenheit staubdicht zu kriegen, wurden die Fenster kurzerhand zugeschweisst. Die Schweisserei hat der ganze Campus zu spueren bekommen. Alle Lichter flakerten! War wirklich unheimlich. Ja, hier wird an vielem gespart, vor allem an den Kupferleitungen ;-)

So......das folgende Lied wollte ich eigentlich schon gestern ins Netz stellen.....Typische Bongo Flava Musik, laeuft hier dauernd im Radio und in den Clubs. Media:Bongo_Flava.mp3


10.5.2007

Der heutige Tag wird nicht in die Geschichte eingehen......Nach dem ich bei einem alten Computer die Festplatte ersetzt habe (80GB=CHF95.-), stieg das Netzteil aus. Unter den Computerleichen im Lagerraum konnte kein kompatibles Netzteil mehr gefunden werden. Notgedrungen habe ich aus zwei alten Leichen einen funktionstuechtigen Computer "gebastelt" und ihn eben auch zum Laufen gebracht ;-) Das Internet ist im Moment sehr langsam...Ich surfe so mit 26kBit/s durch die Gegend. Das nennt sich Breitbandanschluss ;-) Nicht ganz einfach, wenn sich ueber Anbieter von Antivirensoftware schlau machen will. Heute war ich noch kurz bei unserem Hauptlieferanten in der Stadt, und habe ihm klar gemacht, dass ich mit ueber 10 Wochen Lieferzeit (4 Wochen Verzoegerung) fuer Windows 2003 Server nicht einverstanden bin und das er es behalten kann, wenn ich es bis Montag nicht habe! Zudem warte ich schon ueber eine Woche auf Liefermoeglichkeiten einer einfachen Firewall. Unter 4-6 Wochen ist nichts zu machen! Man koennte meinen, diese Geraete werden auf dem Mond hergestellt. Ihr seht....bin ein wenig gefrustet....kommt schon wieder ;-) Morgen ist ein neuer Tag und zudem Freitag. Da gehts wieder einmal in den "Ausgang". Mama Land heisst der Club ;-)


7.5.2007

Am letzten Wochenende habe ich Sandra Arnold in Lutengano besucht. Wie ich, ist auch Sie im Autfrag von mission21 in Tansania, beschaeftigt sich aber nicht mit Computern sondern gibt Englischunterricht an Sekundarschule. Im Gegensatz zu Mbeya ist Lutengano wirklich ein Dorf ;-) Die 80 km habe ich mit meinem Bike zurueckgelegt. Ueber 70km waren (leider) Asphalt. Trotzdem war die Fahrt eine willkommene Abwechslung zum Wandern ;-) Auf "geschaeftlich" geht es vorwaerts. Der Breitbandanschluss hier auf dem Unigelaende ist nun in Betrieb. Auch wenn die Definition "Breitband" ein wenig genauer spezifiziert werden muesste.....Der Server wurde auch geliefert. Jetzt warte ich noch sehnsuechtig auf das Betriebssystem....;-)

Letzte Woche wurde in Moser's Garten eine Ziege geschlachtet. Nicht etwa durch einen Metzger, sondern durch den Theologiestudenten (Mpembela) und Moser's Gaertner (Abel). Da ich bei so einem Ereignis noch nie dabei gewesen war, wollte ich es nicht verpassen. Es war fuer mich eine neue Erfahrung. Ich habe noch nie bei einer Toetung eines "groesseren" Tieres zugesehen. Ich habe natuerlich alles bildlich festgehalten, da ich ja vielleicht im naechsten Sommer eine Spanziege machen moechte;-) Zum Glueck fand es am Nachmittag statt, da ich fuer zwei Stunden ein flaues Gefuehl in der Magengegend hatte. Die Menschen hier haben einen anderen Bezug zu den Tieren und deren Toetung. Es ist viel menschlicher, auch wenn zur Toetung einfache Messer verwendet werden. Man hat hier manchmal das Gefuehl, es gehe hier um das nackte Ueberlegen. Das Ziegenfleisch koennte auf dem Markt fuer etwa CHF 12.- verkauft werden. Ich hoffe ich habe Euch nicht geschockt. Es gehoert nun mal zum Leben hier.


19.4.2007

Mit der Arbeit komme ich voran, auch wenn die eigentliche Arbeit, Installation von Server und Netzwerk, erst jetzt beginnt. Geht halt alles ein wenig langsamer hier.

Vor den Ferien bin ich noch einmal auf den Hausberg gewandert. Diesmal als Guide für die dänische Missionarsfamilie. Jetzt war ich schon drei mal oben und die Aussicht ist jedes mal schoen. Am darauf folgenden Sonntag bin ich mit Anette (Lehrerin der dänischen Missionarsfamilie) nach Utengule gelaufen. Eine wunderschöne 6h Wanderung, die am einzigen Swiming-Pool in der Gegend endet. In der Nähe von Utengule gibt es ein Hotel mit zahlreichen Sportmöglichkeiten, anständigen Restaurant und einer schönen Aussicht. Dort treffen sich Sonntags viele Missionarsfamilien um sich ein wenig zu vergnügen.

Am Wochenende darauf habe ich Claudia, (meinen ersten Besuch) empfangen. Wir waren dann bei Sharmala zum Geburtstag von Dick (einem Waisen oder Halbwaisen) eingeladen. Es war ein schöner Abend und wir hatten grossen Spass mit dem Verteilen kleiner Geschenke. Dann am Gründonnerstag gings los, ab in die Osterferien. Wie es halt hier so ist, kann man nichts genau planen. Natuerlich war die Buspanne nicht geplant ;-) Wir sind dann doch noch am gleichen Tag am Bestimmungsort angekommen, natuerlich nicht ohne abenteuerliche Busfahrt, die mehr einer Achterbahnfahrt glich, mit dem Unterschied, dass man nicht an der frischen Luft war sondern im Hühnerstall! Die Organisation von Guide, Ranger und Träger für unsere 3 Tageswanderung war dann relativ einfach. Wenn man Geld ausgeben will, findet man hier immer Bereitschaft. Da in diesem Park häufig Elefanten und Büffel anzutreffen sind, brauchten wir (3 Lehrerinnen und ich) einen bewaffneten Ranger. Ausser frischen Spuren haben wir leider keine zu Gesicht bekommen. Die einizigen die davon enttäuscht waren, waren vermutlich wir ;-) Die Wanderung durch den Urwald war sehr schön, wenn auch anstrengend. Sie glich vielfach dem ersten Tag einer Kilimanjaro-Besteigung. Als Abschluss sind wir dann im Pool unterhalb eines Wasserfalls dann baden gegangen. Eine willkommene Erfrischung. Mit einem Sammeltaxi (hinten auf einem Pick-Up) sind wir dann am gleichen Tag noch nach Mikumi gefahren, wo wir gediegen gegessen und uns ein kühles Bier gegönnt haben. Zwei der drei Lehrerinnen sind dann zurück nach Mbeya gefahren. Claudia und ich haben dem Mikumi N.P einen Kurzbesuch abgestattet, wo wir Elefanten, Giraffen, Zebras, Büffel, Affen, Nilpferde und zahlreiche Antilopen gesichtet haben. In Morogoro haben wir Doreen und ihre Familie besucht. Vielleicht kennt ihr sie noch? Sie ist eine ehmalige Mitarbeiterin von Moni und war auch an unserer Hochzeit. Damals war Nia noch sehr klein. Es war eine schöne Zeit. Am darauf folgenden Tag sind wir mit dem Bus bis Dar es Salaam gefahren. Da wir die letzte Fähre nach Sansibar verpasst haben, haben wir kurzentschlossen einen Flieger genommen, was nicht wirklich viel teurer war... Die Zeit auf Sansibar verging dann sehr schnell. Am meisten habe ich die Zeit im Banda (eine auf Pfählen gebaute Hütte mit Schilfdach) genossen. So richtig zum Entspannen. Am letzen Freigag gings dann zurück nach Dar es Salaam, wo ich Claudia dann verabschiedet habe. Am Samstag habe ich Dar es Salaam besucht. Nachdem ich am morgen noch "geschäftliche" Besuche erledigt habe, habe ich den Nachmittag damit verbracht, die Stadt zu erkunden. Am Sonntag hätte ich dann um 6 Uhr mit dem Bus in Richtung Mbeya losfahren sollen. Wegen technischer Störungen ist er erst um 11.15 Uhr losgefahren. War ja wieder einmal typisch.... Das hiess dann auch, dass ich erst nach 22 Uhr in MBeya angekommen war, aber natuerlich nicht ohne Abenteuer....Ich sass in der vordersten Reihe des Buses, als bei über 100 km/h dem Bus alle Lichter ausgingen! Dazu kommen viele erschwerende Bedingungen: Normale Hauptstrasse ohne Seitenmarkierungen, keine Strassenbeleuchtung, Schlaglöcher, zweifelhafte Bremsen. Will Euch ja nicht Angst machen....Die Tansanier haben das recht gelassen aufgenommen.

Persönliche Werkzeuge